Stephan Weidner
Na, du Quantenpilot!?
Nun, wo dich dein Neuronenprogrammierer schon einmal in mein Paralleluniversum gelockt hat und nun, wo du hier bist, sieht es wohl so aus, als müsste ich mich mit dir herumschlagen. Gut, dann komm rein und leg´ die Füße hoch, Schuhe kannst du anlassen. Was zu trinken? Dann hol dir was, Bier ist im Kühlschrank, Kaffee gibt´s nicht, Kekse auch nicht. Das ist hier kein Kaffeekränzchen, wir haben Wichtigeres zu besprechen...
Ich gehe gleich mal ans Eingemachte. Wer jetzt Angst bekommt, drückt bitte die „Escape“-Taste, an alle anderen: Seid gewarnt, es wird unangenehm. 25 Jahre „Onkelz“ sind zu Ende gegangen und 25 Jahre lang habe ich aus dem Bauch entschieden. Meinen Kopf konnte ich nicht benutzen, denn mit ihm musste ich Wände einreißen. Mein Bauch jedoch hat mir die Entscheidungen abgenommen und ihm ist es zu verdanken, dass es die Onkelz nicht mehr gibt. Soviel dazu. Ob diese Entscheidung von euch nachvollzogen werden konnte oder nicht, ist nicht mein Problem, aber glaubt mir, es war der einzige und der richtige Weg. Die Onkelz mussten aufhören und sie mussten genauso aufhören, wie sie es getan haben. Die Geschichte wird meinem Bauch Recht geben. Das Onkelz-Ding war einzigartig und ist nicht wiederholbar, aber der Gedanke, der dahinter steckte, wird weiterleben und auch wenn jeder von uns Vieren nun sein eigenes Leben lebt, so bleibe ich doch der, der ich bin. Der W.
Ich habe im Laufe der Jahre viel gelernt und wenn etwas wirklich Wichtiges dabei war, dann das, dass die Haupttodesursache auf diesem Planeten die Dummheit ist. Dummheit und die daraus resultierende Intoleranz. Es sind mehr Menschen durch Dummheit umgekommen, als durch Krankheiten, Unfälle und Kriege zusammen. Tatsächlich wurden Kriege aus Dummheit geführt, sind Menschen aus Dummheit einem Unfall zum Opfer gefallen. Nicht immer, aber oft. Die Dummheit scheint unmittelbar unser Leben zu beeinflussen und je mehr die Zeit voran schreitet, umso dümmer werden wir. Wer einen Nachweis braucht, der widmet seine Aufmerksamkeit bitte den Massenmedien. Dieser Dummheit gilt es Einhalt zu gebieten. Wie das funktioniert, sollten wir versuchen herauszufinden.
Dummheit ist die Unterbrechung eines Kommunikationsprozesses an einem beliebigen Punkt. Also, seid nicht doof. Bitte unterbrecht diesen Prozess nicht weiter, sondern sprecht miteinander. Jeder mit jedem, die ganze Zeit. Mit Händen, mit Füßen, mit der Zunge, mit geschriebenen Worten, mit den Augen, mit einem Lächeln, mit einem Lied. Die Onkelz haben 25 Jahre lang Lieder gesungen, die tausenden von Menschen in Deutschland eine Lebenshilfe waren und mehr Gutes getan haben, als es die Musikindustrie oder die Presse jemals zugeben werden. Und das ist in Ordnung so. Diese Lieder stehen dort, wie ein Fels und sind nicht mehr wegzudiskutieren. Die Dummheit kann sie ignorieren, aber jeder denkende Mensch wird erkennen, dass wir mit eurer Hilfe Intelligenz geschaffen haben. Diese Intelligenz gilt es nun zu kultivieren und an ihr muss weiter gearbeitet werden. Ich bin nicht aus der Welt, ich bin hier, lebe und denke nach. Mein Gehirn arbeitet auf Hochtouren, mein Kopf läuft weiter gegen Wände (vor allem gegen meine eigenen), mein Bauch und mein Herz schreiben Songs und wenn alles so läuft, wie wir es uns wünschen, werden wir der Intelligenz zumindest auf die Sprünge helfen.
Gehen wir davon aus, dass sich jeder Mensch in einem mehr oder weniger schläfrigen Zustand befindet – das muss scheinbar so sein, denn sonst wäre es nicht so schlecht um unsere Erde bestellt – und gehen wir weiterhin davon aus, dass man uns heimtückisch und bewusst in diesem Zustand zu halten versucht, so fordere ich hiermit ein globales Erwachen. Ich fordere keinen leisen Kampf, sondern einen gesungenen Kampf, einen geschrieenen Kampf, einen Kampf mit gedrückter Shifttaste, einen Kampf gegen den Schlaf. Keinen physischen Kampf, jeder gegen jeden, keinen Kampf auf einer Ebene, arm gegen arm, reich gegen reich, grün gegen blau, sondern einen Kampf mit sich, gegen die eigene Dummheit, gegen Intoleranz und Ängste. Ein Kampf im eigenen Kopf, denn dort und nirgendwo anders liegt das Problem. „Wenn Du etwas ändern willst, fang bei dir an!“
Schon mal wütend auf dich selbst gewesen? Schon mal über die eigenen Unzulänglichkeiten gelacht, anstatt den Freund zu kritisieren? Dann wird´s Zeit. You teach best, what you most need to learn! Das und nicht mehr. Keine Gewalt, sondern ein lautes und in alle Richtungen vernehmbares NEIN zur eigenen Stagnation, zu falschen Freunden, vorgegaukelter Eintracht und auch zum Medienterror. Ich wünsche mir gepflegte Disharmonie, Das Fernsehen bleibt aus, die Zeitung wird nicht mehr gelesen. Bei mir regiert das Buch, das Bild, der Song. Wer mein Freund ist, entscheide ich, Länder existieren nicht mehr, sondern nur die Welt, und die war immer noch rund, als ich sie letztesmal gecheckt habe. Willkürlich gezogene Landesgrenzen haben für mich keine Bedeutung mehr, Nationalität spielt keine Rolle, Sprache ist kein Hindernis. Ein Lächeln und ein guter Witz tragen mich tausende von Kilometern weit.
Musik spielt weiterhin eine große Rolle in meinem Leben. Ich lebe Musik und ich werde weiterhin Musik machen. Wenn ich nicht selber auf der Bühne stehen werde, dann werde ich auf dem Produzentenstuhl sitzen oder texten. Ich werde weiterhin mit jungen Bands zusammen arbeiten und ich werde weiterhin reisen und euch davon berichten. Ich werde weiter musikalische Sprengsätze hochgehen lassen oder aber einfach ein paar leise Lieder in einer lauten Zeit verfassen. Vor allem will ich aber eins, und das ist der Dummheit an den Karren zu pissen. Laughing is a Weapon. Werft ihnen ein freches Grinsen an den Kopf. Lasst sie uns auslachen und entlarven, demaskieren und bloß stellen, all die dummen Menschen, die glauben, für mich und euch entscheiden zu müssen, die sich in ihrer Arroganz anmaßen, uns irgendwohin führen zu können, wo wir gar nicht sein sollten.
Ich musste feststellen, dass die Lügen, mit denen man uns jeden Tag in die Ecke drängt und versucht, uns zu ängstlichen Marionetten zu machen, inzwischen so groß und dreist geworden sind, dass wir uns diesem Terror nur noch durch totale Verweigerung entziehen können. Checkt, dass wir verarscht werden, aber verzweifelt nicht daran. Nicht an Dingen, die wir nicht verändern können. Entdecke was für dich wichtig ist und flüchte aus dem Land des Gewohnten. Wir haben mit unserem Verstand ein wirklich einzigartiges und wirksames Werkzeug erhalten. Unser Verstand sagt uns, was falsch und was richtig ist, aber unser Bauch sagt uns, wenn etwas faul ist und stinkt. Lehre durch Taten - nicht durch Worte. Sei Vorbild, nicht Gesetz.
Lasst uns eine Inventur der Dummheit erstellen und lasst uns nach mehr Wahrheit suchen. Wir treten ein in eine Phase absoluter Selbstbestimmung und suchen uns unsere Informationen selbst. Sie
sind dort, wo man sie nicht vermutet, versteckt zwischen Lügen und Desinformation, leise, kaum hörbar, aber sie sind da, die wirklich wichtigen Dinge und wenn man sie einmal gefunden hat, segelt
es sich leichter. Traut euren Augen, hört genau hin und benutzt eure Stimme.
Wir brauchen nichts anderes als einen wachsamen Geist
Der große Ezra Pound sagte zu Anfang des letzten Jahrhunderts: „Eine einzige intelligente Bemerkung zur richtigen Zeit, kann die gesamte Karriere eines Mannes zerstören.“ Das gefällt mir, darauf
habe ich Bock.
Ein Stück hartes Brot an dem man lange kauen muss.
Aber Nahrung für den ganzen Weg.
Der W.
PS. Kein PS!!
BIO
Eine Biographie? Eine Biographie über Stephan Weidner? Mich, den W?
Über „Den Bassisten von den Onkelz“? Die Schlacht ist doch vorüber und die Zitadelle wurde genommen. Müssen wir das hier echt noch mal durchnehmen?
Nein, müssen wir nicht.
Denn das, was ich von mir preisgeben wollte, wurde schon in Biographien verfasst, darunter sogar eine ganz offizielle. Weiß doch eh jeder schon über alles Bescheid. Da meine Geschichte zu nicht unwesentlich Teilen die Geschichte der Onkelz ist, lehne ich mich an dieser Stelle entspannt zurück und lasse euch das meiste hier www.onkelz.de nachlesen oder aber, ihr schmökert in Eddy Hartsch’s brillanter Bio „Danke für nichts“.
Biographie www.gusd.de
Stephan Weidner wurde am 29.05.1963 in Alsfeld, Hessen geboren. Seine Eltern Karl-Heinz und Gisela Weidner bekamen nach Stephan noch zwei Töchter, Carmen und Monika Weidner. Ebenso hat
Stephan durch eine vorherige Ehe seiner Mutter noch zwei Halbbrüder.
Die Lebensumstände der Familie Weidner waren nicht gerade ideal und nach diversen Umzügen und Kontakten zum Rotlicht Milieu in Frankfurt, verließ Karl-Heinz Weidner die Familie 1966.
Stephan zog mit seinen Geschwistern und seiner Mutter in eine Wohnung am Frankfurter Berg, einem sozialen Brennpunkt in Frankfurt – Bonames.
Mit 11 fing er an zu rauchen, mit 13 Jahren folgte der erste Joint und mit knapp 15 probierte Stephan das erste Mal LSD aus.
In der Schule entwickelte sich Stephan schnell zu einem Störenfried der ersten Klasse bis es soweit kam, dass er einen Physiksaal komplett verwüstete und sogar dem stellvertretenden Direktor eine
Ohrfeige verpasste. Es kam, dass Stephan Weidner von allen hessischen Schulen abgelehnt wurde und nur noch die Chance hatte, in einem anderen Bundesland seinen Abschluss zu machen.
1976 zog sein Vater mit ihm ins nah gelegene Hösbach bei Aschaffenburg. Dort lernte Stephan Kevin Russell und Peter Schorowsky kennen, mit denen er später die Böhsen Onkelz gründet.
Die Schule beendete Stephan auch nicht in Hösbach und arbeitete eine Zeit lang im Bordell seines Vaters in Frankfurt.
1980 stieß Matthias „Gonzo“ Röhr zur Band und die Böhsen Onkelz änderten seitdem ihre Formation nicht mehr.
Anfang der 80er Jahre fasten sie Fuß in der noch damals unpolitischen Skinheadszene und es erschien, dass bis heute immer wieder genannte Lied „Türkähn raus“. Stephan Weidner erklärt es bis heute
so, dass es dummes Teenagergelaber war und er heute so was nicht mehr sagen bzw. schreiben würde.
1984 erschien das erste Album der Böhsen Onkelz „Der nette Mann“, welches bis heute auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdete Schriften steht. Es wird behauptet, dass auf diesem
Album Gewalt verherrlichende und pornografische Lieder zu finden sind. Das Lied „der nette Mann“ interpretiert die Bundesprüfstelle so, dass das Lied ein Aufruf wäre kleine Kinder zu
vergewaltigen und zu töten.
Die Skinheadszene wurde immer politischer und die Onkelz klingten sich langsam aus, dennoch wird ihnen bis heute vorgeworfen, eine rechtsextreme Band zu sein. (Mehr dazu auf www.onkelz.de)
In den 80er Jahren erschienen die Alben „Böse Menschen Böse Lieder“ , „Mexico“ , „Onkelz wie wir“ , „Kneipenterroristen“ und „Lügenmarsch“.
Privat geschah auch so einiges und Stephan Weidner heiratete am 11.Mai 1982 seine Jugendliebe Pia Comtesse.
Anfang der 90er konnte die Band erstmals Geld mit ihrer Musik verdienen und es erschienen die Alben „Es ist soweit“ und „Wir ham’ noch lange nicht genug“. Gerade das letztere Album wurde von
einem schweren Schicksalsschlag geprägt – Trimmi, der beste Freund der Band wurde im „Speak Easy“ in Frankfurt – Sachsenhausen erstochen. Ihm ist das Lied „Nur die Besten sterben jung“
gewidmet.
1992 trennte Stephan Weidner sich von Pia und verbrachte einige Zeit auf der Baja California in Mexiko mit seiner neuen Freundin. Dort schrieb Stephan die Texte für das Album „Heilige Lieder“,
dass bis dahin anspruchvollste Werk der Böhsen Onkelz.
Stephan las begeistert die Werke von Carlos Castaneda und Tom Robbins und wagte sich an halluzinogene Pilze. Durch diese „Reisen“ konnte er tief in sich gehen und nahm all seine Erfahrungen mit
zurück nach Deutschland. Zu dieser Zeit probierte die Band jede Menge Drogen aus, Stephan Weidner widmete sich dem Thema in vielen Texten.
1993 erschienen die Alben „Schwarz“ und „Weiß“. Bis heute gehören sie zu den Meisterwerken aus Weidners literarischer Ader.
Tatjana Buljan trat ebenfalls 1993 in Stephan Weidners Leben. Mit ihr ist er 11 Jahre zusammen und Elvis Dion Weidner erblickt am 15.06.1999 das Licht der Welt. ( Zur Zeit ist Stephan mit Heidi
zusammen)
1996 schaffen die Böhsen Onkelz mit dem Album „E.I.N.S.“ den endgültigen Durchbruch von Underground zu bekannten Rockmusikern. Das erste Mal ist 1996 die Dortmunder Westfalenhalle ausverkauft und
die Onkelz entscheiden sich, ein Live-Album aufzunehmen.
Stephan Weidner schneidet sich 1997 seine langen Haare ab und man kann fast sagen, dass er sich einem geistigen Wandel zusätzlich unterzogen hat. Er reist viel und die Musik der Onkelz wird durch
Stephan Weidner immer mehr zu einem festen Begriff der deutschen Musikszene.
2000 nehmen die Onkelz ihr erstes Video zu „Dunkler Ort“ auf, welches auf dem wohl düstersten Album ihre Karriere erscheint: „Ein böses Märchen..aus tausend finsteren Nächten“.
Radikal ist somit der Wandel zum wohl positivsten Album der Onkelzgeschichte: „Dopamin“. Stephan Weidner lässt ein krasses Machtwort zum erscheinen der CD verkünden, da sich viele Onkelz-Fans
absolut nicht mit der CD anfreunden können. „So trennt sich die Spreu vom Weizen…“ (Zitat Weidner).
2002 starten die Böhsen Onkelz eine Demonstration gegen MTV und Stephan Weidner leitet diese am Münchner Marienplatz mit ein paar Fans. Die Polizei führt ihn später ab.
2003 wollen die Rolling Stones, die Onkelz im Vorprogramm in Hannover haben. Ein enormer Skandal für die Presse, die Onkelz rechnen damit, dass Mick Jagger seine Anfrage zurück zieht, doch dieser
beharrt auf den Böhsen Onkelz. Somit spielt die Band vor 60.000 Stones-Anhängern. 7000 Onkelzfans unterstützen die Band mental, diese dankt es mit einer Freikarte für das Wacken Openair 2004, wo
die Onkelz als einer der Headliner auftreten werden.
Am 24.Mai 2004 verkünden die Onkelz ihr Ende und die Welt der Fans steht Kopf. Die La Ultima Tour 2004 ist restlos ausverkauft und es wird wohl die emotionalste Tour gewesen sein, die die Band je
erlebt hat. In Dortmund und Hamburg knien sich die Fans aus Dankbarkeit und Respekt nieder, die Onkelz sind überwältigt. Stephan Weidner fehlen nach den Shows die Worte, damit hatte er nicht
gerechnet.
Das Vaya con Tioz Festival ist das Abschlusskonzert der Böhsen Onkelz, dass vom 16.06. bis 18.06.2005 von statten geht. Diverse Bands, davon Größen wie Machine Head, Motörhead und D.A.D. spielen
im Vorprogramm auf dem Lausitzring und den Fans wird neben den zweitägigen Shows noch kostenloses Bungee jumpen, etc. präsentiert. Ebenfalls zollen die Fans den Onkelz am letzten Konzert, beim
letzten Lied „Ihr hättet es wissen müssen“ Respekt und 120.000 Menschen knieten sich erneut nieder. Die Band hat sehr mit ihrer Fassung zu kämpfen, Stephan Weidner laufen die Tränen, dennoch
ringt er sich zu diesem Schritt durch, dass das Ende der Onkelz das Beste sein wird.
Zusammen mit seinem Freund, Daniel Wirtz (Sänger der Gruppe Sub7even), entschließt Stephan sich einen WM-Song für die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland aufzunehmen. Während der
Produktion im Frühjahr 2006, entscheidet er sich noch einen zweiten Song aufzunehmen.
Unter dem Namen "Nordend Antistars" produziert Weidner die Lieder "Unser Stadion-Unsere Regel" und "Gewinnen kann jeder".
Die beiden Songs bietet er legal zum freien Download auf seiner eigenen Homepage www.der-w.de an, die am 15.Mai 2006 online ging.
Ebenfalls ist ein Buch mit Edmund Hartsch in Planung, was die Reisephilosophien der beiden beschreiben soll.
2007 möchte Stephan Weidner seinen Fans erstmals sein Solo-Projekt vorstellen.
Wir dürfen weiterhin gespannt sein und wünschen unserem W alles Gute.
Alles Gute Stephan !!
Jetzt wisst ihr also, was ich in der Vergangenheit getrieben habe. Schicksal oder Glück hat mich hierher geführt und alles, was ich von mir offenbaren wollte, findet ihr in Songs und bisher Niedergeschriebenem. Aber ja, es gibt ein Leben nach den Onkelz. Ob als Produzent oder Verse-Schmied für andere Künstler. Oder mit neuen, eigenen Projekten, als professioneller Beleidiger oder als Walt Disney’s böser Bruder. Ein Onkel der etwas anderen Art, der schreibt, weil er muss. Was bleibt mir denn anderes übrig? Schließlich trotze ich damit dem Leben Bruchstücke einer Rebellion ab, die ich an meine Seele und meinen Geist verfüttere. Purer, ehrlicher Zorn. Ja, ja, ich weiß, diese Empfindungen haben viele, aber präzise artikulieren kann sie kaum jemand. Lasst uns also über die Zukunft sprechen. Darüber, was 25 Jahre Onkelz übrig gelassen haben oder was sich in beinahe 43 Jahren Weidner an Ideen und Plänen sonst noch aufgestaut hat.
Moment mal. Eine Biographie ist in der Vergangenheitsform zu halten – und
darüber hinaus im Indikativ. Retrospektiv! Wie es also weiter geht mit meiner Vergangenheit? Lass uns in 10 Jahren noch mal quatschen...
Großes Maul - viel dahinter? Wir werden sehn...